Technique 4 Teachers – Gedanken zum Intensivworkshop für ATS® Dozenten

by Freddie Kaz

Vorab sei gesagt dass kein T4T dem anderen gleichen kann. Das Erleben eines solchen ATS® Workshops wird immer geprägt sein durch die unterschiedliche Anzahl der TänzerInnen und die Gruppendynamik, die durch die Interaktion entsteht. Darüber hinaus wird diese Zeit von jeder TeilnehmerIn durch die subjektive Brille wahrgenommen – und tatsächlich zieht jede Einzelne andere Erkenntnisse daraus!

Diese Beobachtung ist generell auf alle Workshops übertragbar, aber beim T4T trifft sie in ganz besonderem Maße zu. Warum ich das so einschätze, soll Euch mein Erfahrungsbericht schildern.


In Carolenas Shop in Half Moon Bay fanden sich 8 Teilnehmerinnen ein, seit Jahren erfahrene Lehrerinnen und meist auch Tribeleader in Personalunion.

Vor allem aber trafen sich TänzerInnen, die hart an sich arbeiten wollten. Wir alle wünschten uns, einer gründlichen Supervision unterzogen zu werden und waren begierig darauf, ein offenes Feedback von allen Seiten zu hören.

Die Tagesstruktur gab uns dazu jede Menge Gelegenheit.

Jeder Vormittag widmete sich einer Bewegungsfamilie aus dem Fast- und Slow-Repertoire.
Im Gegensatz zu den General Skills musste jedoch der grundsätzliche Ablauf aller Moves unbedingt bekannt und bereits unterrichtet worden sein.

Carolena und Megha erklärten und tanzten kurz die Basics und gingen dann sehr schnell zu den Variationen über. Meist pickten sie dabei Moves heraus, bei denen sie erfahrungsgemäß wussten, dass TänzerInnen dort eine harte Nuss zu knacken hatten, zum Beispiel die Arme und die Fußstellung beim ASWAAT.

Das detailreiches Wissen, das sie mit uns teilten, lies Goldgräberstimmung aufkommen. Also nannten wir die wertvollen Tipps „Nuggets“ und das Jagdfieber nach neuen Erkenntnissen war kaum zu bremsen. Unsere nun aufkeimenden Fragen prasselten auf die Beiden ein, doch sie wurden nicht müde, auf unsere Anliegen einzugehen. Es wurde getanzt, ausprobiert, neu erlernt, diskutiert…

Erst unsere knurrenden Mägen erinnerten uns an die Mittagspause.

Um das Erlernte in Getanztes umzusetzen, durften wir am Nachmittag vor den Beiden performen. Also half der Adrenalinspiegel gleich beim Verdauen der Köstlichkeiten der umliegenden Restaurants.

Da wir nur 8 Teilnehmer waren, wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt, von der ein Quartett mit einem Leader begutachtet wurde, die anderen durften mit Argusaugen zusehen, bzw. auch anfeuern.

Bei der Feedbackrunde hielt Jede(!) Stift und Notizbuch bereit, um alle Korrekturen niederzuschreiben, denn es gibt nichts Ehrlicheres, als die ungefilterte Kritik gleich nach der Performance. Nicht nur Carolena und Megha, sondern auch die zuschauende Gruppe durfte schildern, welchen Eindruck man auf sie gemacht hatte. Der Luxus in diesem Kurs war natürlich, dass wir ein zweites Mal vortanzen durften und Feedback bekamen. Dann wollten natürlich alle sehen, dass die genannten Fehler aus der ersten Performance auch gleich ausgebügelt worden waren ….. Nur kein Stress …. 😉

Wer Demut vor dieser komplexen Tanzform hat, bereit ist kontinuierlich an sich zu arbeiten, fähig ist zur Selbstreflexion, Gruppengeist besitzt und den unverwässerten Kontakt zur Quelle schätzt, für den ist dieser Intensivworkshop eine große Bereicherung. Jedoch ist Jede in der Verantwortung, eigene Themen anzusprechen, sich der Gruppe zu öffnen und sich im Vorfeld intensiv auf diesen Workshop vorzubereiten.


Mein Fazit aus dem Erlebten:

T4T – es gibt noch so viel zu entdecken!

 

Wir bedanken uns recht herzlich bei Freddie Kaz für Ihren Erfahrungsbericht zum TfT in den USA.

Schreibe einen Kommentar